OP-Richtlinien für eine LASIK, LASEK, PRK
LASIK, Femto-LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK sind in vielen Fällen erfolgreiche Methoden der refraktiven Chirurgie und können dazu beitragen, die Lebensqualität zu erhöhen. Dennoch besteht ein Risiko von Komplikationen, welches Sie dazu zwingen sollte, sich vor der Operation einige wichtige Fragen zu stellen, denn Sie sind letztlich für Ihre Augen verantwortlich und nicht der Sie operierende Chirurg:
Was sind Ihre Gründe für eine OP? Sehe ich mit Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen) immer noch schlecht, oder will ich die Sehhilfe lediglich aus Gründen des Komforts oder Prestiges ersetzen? Anmerkung: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie auch bei einer erfolgreichen Operation aufgrund der Alterssichtigkeit ab ca. 45-50 Jahren eine Brille tragen müssen.
Fragen Sie sich bzw. einen nicht voreingenommenen Facharzt für Augenheilkunde (nur diese Bezeichnung ist gesetzlich geschützt), nach Alternativen für einen nicht rückgängig zu machenden refraktiv-chirurgischen Eingriff an einem gesunden Auge (mit Facharzt für Augenheilkunde ist nicht der Operateur gemeint, sondern ein unabhängiger Facharzt !)
Fragen Sie Ihren nicht voreingenommenen Facharzt für Augenheilkunde, ob er in Ihrem Fall einen refraktiv-chirurgischen Eingriff durchführen lassen würde. Falls der Augenarzt keine Kompetenz auf dem Gebiet der LASIK, Femto-LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK hat, dann konsultieren Sie hierzu mehrere unabhängige Fachärzte für Augenheilkunde!
Lassen Sie sich immer Ihre persönlichen Unterlagen mitgeben, bzw. eine vom Arzt unterschriebene Kopie!
Wenn Sie sich für eine Augenlaser-Operation entschieden haben, überprüfen Sie den Stand der technischen Ausrüstung des Chirurgen. Fragen Sie Hersteller nach den neuesten Modellen und welcher Arzt damit schon erfolgreich operiert. Dieser Punkt zwingt den Arzt, hohe Qualitätsstandards einzuhalten. Achten Sie auf die Qualität der Voruntersuchung! Lassen Sie Ihren LASIK-Risikowert ermitteln, denn das Risiko eines fehlerhaften Eingriffs steigt mit der Dioptrienzahl an. Achten Sie darauf, dass der Sie operierende Chirurg in der Fachwelt anerkannt ist, d.h. auch auf wissenschaftlichem Gebiet publiziert. Eine geeignete Datenbank hierfür ist die MEDLINE, welche öffentlich zugänglich und unter der Internetadresse www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed erreichbar ist.
Oftmals, und dies ist verständlich, haben Operateure wenig Zeit für ein intensives Gespräch, dennoch sollten Sie auf ein Aufklärungsgespräch nicht verzichten müssen. Informieren Sie sich deshalb schon vorher über die allgemeinen Fragen zur LASIK, Femto-LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK. Geeignetes Material stellen die Augenkliniken zur Verfügung bzw. sind über das Internet zugänglich. Achten Sie auf den Inhalt von Informationsprospekten und lassen Sie sich nicht von bunten Bildern verführen. Je informierter Sie über die allgemeinen Fragen sind, desto günstiger ist es für Sie, individuelle Probleme zu diskutieren. Bereiten Sie sich auf das Arztgespräch mit einem Konzept vor. Wenn möglich, lassen Sie sich nur an einem Auge operieren und warten Sie den Erfolg ab. Weitere Richtlinien werden von der U.S. Food and Drug Administration herausgegeben: http://www.fda.gov/cdrh/LASIK/
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