Femto-LASIK, LASIK, LASEK, PRK - Forum: letzte Themen
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Glossar der Refraktiven Chirurgie

Ablation:

operativer Gewebeabtrag (mittels Laserstrahlung) = Laserabtrag

AK:

Hornhautverfahren, bei dem mit kleinen bogenförmigen Schnitten am Rande der Kornea eine Hornhautverkrümmung reduziert wird.

Akkomodation:

Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung

Astigmatismus:

Hornhautverkrümmung / Stabsichtigkeit

Basalmembran:

Proteinschicht, die an der basalen Seite, also "unterhalb" von Epithelien zu finden ist und die das Epithel mit dem darunterliegenden Gewebe verbindet

Brechkraft:

Strahlenablenkung der Lichtstrahlen auf den Brennpunkt

Debris:

franz: di'bri ausgesprochen; zerstörtes, aufgebrochenes Gewebe zwischen Flap und Reststroma

Doppelbilder:

Ghosting

Dioptrien:

Maßeinheit der Brechkraft (Brechkraft) des Auges, wird in negativen (Kurzsichtigkeit) und positiven (Weitsichtigkeit) Werten angegeben

DLK:

Diffuse lamelläre Keratitis; sterile Entzündung aus Granulozyten, die zumeist zwischen dem 1. bis 10. postoperativen Tag, aber auch weitaus später, auftreten kann; kann mit starken Wundheilungsstörungen einhergehen

Dystropie:

dys- = schwierig, mangelhaft, schlecht; trophie = Versorgung, Ernährung

Emmetropie:

Normalsichtigkeit

Epi-LASIK:

oberste Epithelschicht wird mittels einer stumpfen Klinge beiseite geschoben = Epitheldeckelchen, Ablation findet statt, Epitheldeckelchen wird zurückgeklappt

Epithel:

die äußere Oberfläche von Organen oder Strukturen bedeckende Zellschicht, auch Deckgewebe genannt

Excimer-Laser:

UV-LASER (Kaltlichtlaser) wird seit 1986 in der Hornhautchirurgie eingesetzt Wie funktioniert ein Excimer-Laser?

Femto-LASIK:

(Intraslasik) "Doppel-Laser-Strategie", ein Femtosekundenlaser trennt eine dünne Hornhautkuppe (Flap) durch exakte Explosionen in der X,Y-Ebene, ein "normaler" Excimer-Laser wird dann für die eigentliche Korrektur verwendet, der Flap wird zurückgeklappt

Femtosekundenlaser:

sind Laser, die hochintensive Lichtimpulse aussenden, deren Dauer im Femtosekunden-Bereich liegt; Vorteile sind hohe Spitzenintensitäten und geringe Wärmeübertragung

Flap:

(engl: Klappe) dünne Hornhautkuppe, die mit einem Mikrokeratom oder einem Femtosekundenlaser geschnitten wird

Ghosting:

Geisterbilder / Doppelbilder entstehen, infolge einer Öffnung der Pupille über eine zu kleine bzw. dezentrierte optische Zone (Ablationszone) hinaus

Glare:

(Blendung, grelles Scheinen) d.h. überdurchschnittliche und störende Lichtreflexe durch alle reflektierenden Materialien, z.B. weißes Papier, verchromte, spiegelnde Flächen

Glaukom:

Grüner Star; vorüberhende oder permanente Erhöhung des Augeninnendrucks, führt langfristig zu Atrophie des Sehnerven und damit zur Erblindung

Halos:

je nach Pupillengröße unterschiedlich grosse, diffuse, ringförmige Lichterscheinungen (Lichthöfe), welche durch Lichtbrechungsfehler entstehen Wie sieht das aus?

Haze:

eine Hornhauttrübung; meist durch eine lokale Entzündungsreaktion hervorgerufen

Hinterkammerlinse:

implantierbare Kontaktlinse - zusätzliche Linse, die zur Korrektur des Sehfehlers zwischen Iris und körpereigene Augenlinse in die Augen-Hinterkammer eingesetzt wird.

Hyperopie:

Weitsichtigkeit

Hornhaut:

Kornea

Hornhauttopographie:

bei einer Topographie-Untersuchung wird eine "Landkarte" der Hornhaut-Oberfläche farblich und bildlich erstellt. So können die Krümmungsradien der Hornhaut-Oberfläche sowie das Maß einer Hornhautverkrümmung sowie Irregularitäten beurteilt werden

ICL:

implantierbare Kontaktlinse - zusätzliche Linse, die zur Korrektur des Sehfehlers zwischen Iris und körpereigene Augenlinse in die Augen-Hinterkammer (Hinterkammerlinse) eingesetzt wird.

ICR:

intracorneale Ringsegmente (Intacs)-hauchdünne, bogenförmige Kunststoffsegmente, die am Rand der Kornea implantiert werden, wobei das Hornhautzentrum nicht berührt wird

Iris:

Regenbogenhaut, vorderer Teil der mittleren Augenhaut, der als Blende den Lichteinfall auf die Retina reguliert

Iris-Clip-Linsen:

werden an der Vorderseite der Iris befestigt

Katarakt:

Grauer Star; angeborene oder erworbene Linsentrübung

Keratektasie:

"Ausleiern" der Hornhaut, durch den Augeninnendruck bei nicht ausreichender Stabiliät

Keratitis:

Hornhautentzündung

Kontrastverlust:

mit abnehmenden Lichteinfall u. damit zunehmender Pupillengröße zunehmender Verlust des Visus / des Kontrastsehens

Kornea:

die "Hornhaut" des Auges, rel. stärker gekrümmter, durchsichtiger Abschnitt der Augapfelhülle vor der Pupille

LASEK:

Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy; oberste Epithelschicht wird mittels Ethanol abgelöst und beiseite geschoben, Laserablation findet statt, Epitheldeckelchen wird wieder zurückgeklappt

LASER:

Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation (Lichtverstärkung durch Stimulierte Emission)

LASIK:

Laser in situ Keratomileusis, Laserablation im Inneren der Kornea

Mikrokeratom:

automatischer Präzisionshobel, mit dem bei der LASIK die Kuppe der Hornhaut zu 90% eingeschnitten wird = Flap

Myopie:

Kurzsichtigkeit

Netzhaut:

Retina

Neurotrophe Epitheliopathie:

durch weniger funktionierende Nerven im Flap ist die Lidschlagfrequenz erniedrigt => der Tränenfilms ist unzureichend => Epithel wird geschädigt

Optische Neuropathie:

durch den starken Anstiegs des Augeninnendrucks während des Ansaugvorganges beim Mikrokeratomschnitt oder beim Femtosekundenlaser-Schnitt kommt es durch Barotrauma und/oder Mangeldurchblutung zum Absterben von Fasern des Sehnervs

Optische Zone:

(OZ) dieser Begriff steht für den geplanten Durchmesser der Laserablation, in welchem die Lichtstrahlen so gebrochen werden, dass sie ein optisch gutes Bild ergeben, abzugrenzen davon ist die optisch wirksame Zone welche nach erfolgter Laserablation und Heilung zur Verfügung steht - diese hat meist einen kleineren Durchmesser

Präoperativ:

vor der Operation

Postoperativ:

nach der Operation

Presbyopie:

Alterssichtigkeit - durch Alterungsprozesse wird die Augenlinse unflexibel, es kann nicht mehr ausreichend akkomodiert und somit auf die Nähe eingestellt werden

Pupille:

kreisrundes, dunkel erscheinendes "Sehloch" in der Iris, wird von den Irismuskeln je nach physiologischen Bedürfnis in der Grösse verändert

Pupillengröße:

Durchmesser der Pupille in mm, wird angegeben für photopische (Tagsehen), mesopische (Dämmerungssehen), skotopische (Nachtsehen) Lichtverhältnisse

PRK:

Photoablative Refraktive Keratektomie, Laserablation an der Hornhautoberfläche

Refraktion:

Brechkraft / Strahlenablenkung, Maßeinheit sind Dioptrien

Refraktion, objektive:

Brechkraftbestimmung mittels automatischer Messung durch elektro-optische Systeme

Refraktion, subjektive:

Brechkraftbestimmung mittels einer Messbrille, in welche in Abstimmung mit dem Patienten verschieden brechende Brillengläser eingesetzt werden, bis der Patient seinen bestkorrigierten Visus erreicht hat

Refraktive Chirurgie:

Operative Verfahren zur Korrektur der Brechkraft des Auges z.B. Femto-LASIK, LASIK, Epi-LASIK, LASEK, PRK, ICL, Iris-Clip-Linsen, RK

Retina:

Netzhaut; innerste Schicht des Augapfels; im lichtempfindlichen Teil sitzen die Sinnes- und Ganglienzellen des Sehnervs

RK:

Radiale Keratotomie; durch radiale Schnitte mit einem Diamantmesser in die äußere Kornea wird die Hornhautmitte in ihrer Spannung entlastet und flacht sich ab, sogenannte "Tortenschnitttechnik"

Sehen, mesopisches:

Dämmerungssehen; sowohl Zapfen als auch Stäbchen tragen zur Bildwahrnehmung bei, reicht von ca. 3-30 cd/m2 Leuchtdichte

Sehen, photopisches:

Tagsehen; der Visus ist beim photopischen Sehen am größten, die Farbwahrnehmung wird über Zapfen gewährleistet, bei Leuchtdichten über 3-30 cd/m2 tritt photopisches Sehen

Sehen, skotopisches:

Nachtsehen / bei geringer Helligkeit; keine Farbwahrnehmung, da nur lichtempfindliche Stäbchen zuständig sind; der skotopische Bereich reicht von der Wahrnehmungsschwelle bei 3 · 10-6 cd/m2 bis ca. 0.003 - 0.03 cd/m2 Leuchtdichte

Sphärisches Äquivalent:

die durchschnitliche sphärische Power einer sphärozylindrischen Linse, d.h. [Wert der Aberrationen 1. Ordung wie Myopie, Hyperopie] + [Wert der Aberrationen 2. Ordnung (Astigmatismus / 2]; Beispiel: [- 2 D Myopie] + [-0.5 D Astigmatismus x X° / 2] = -2.25 D

Starburst:

(eng.: explodierende Sterne), d.h. blendende Lichtstrahlen, z.B. um Autoscheinwerfer in der Dämmerung / Nacht

Stria:

Pl. Striae: Streifen; Linie; Furche; häufig in der Basalmembran des Flaps gelegen, selten im Restroma lokalisiert

TA-LASIK:

Laserablation erfolgt aufgrund der individuellen Daten der Hornhauttopographie

TLS:

Transient Lightsensitivity Syndrom; sehr starke Lichtempfindlichkeit insbesondere nach Femto-LASIK auftretend, hält im Mittel 100 Tage an

Trockene Augen:

(Keratokonjunktivitis sicca = Sicca-Syndrom) die Benetzung der Bindehaut (Konjunktivitis sicca) und der Kornea (Keratitis sicca) mit Tränenflüssigkeit ist gestört; es besteht in der Regel ein Brennen des Auge, einhergehend mit Fremdkörpergefühl

Visus:

Bezeichnung für Sehschärfe, wird in logarithmischen Linien angegeben.

Wavefront:

Messung der Fehler 1.Ordnung (Myopie, Hyperopie), 2. Ordnung (Astigmatismus) bis hin zur 7. Ordnung; dabei wird eine perfekte Wellenfront ins Auge geschickt und mit der wiederaustretenten Wellenfront verglichen

Weitsichtigkeit:

Presbyopie
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